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Genre der prosa

  


Genre der epischen Dichtung (Gattung - Art)   

Die am meisten verbreiteten Genre der schriftlichen Literatur sind: Geschichte, Erzählung, Roman, Anekdote, Memoiren.

Geschichte. Die Geschichte ist vom Umfang her ein kleines Genre der epischen Art. Der Autor erzählt hier einen knappen objektiven Vorfall mit ein paar Protagonisten. Beispiele hierzu sind C. Memmedkuluzades "Posta kutusu - Postkasten", E. Hagverdiyevs "Mirza Sefer". Erzählungen mit einem unerwarteten Ende nennt man „Novellen“. Beispiele zu Novellen sind C. Memmedkuluzades "Kurbanali bey - Herr Kurbanali", E. Hagverdiyevs "Bomba - Bombe", Mir Calals "Bademin lezzeti - Geschmack der Mandel".
Geschichten können sowohl als Prosa, als auch in Poesie geschrieben werden. Solche in der Poesieform nennt man Dichtung. Die unabhängige Dichtung wurde mit der Kreativität von M. Emanin gegründet.

Erzählung. Erzählung ist kürzeres Werk der erzählenden Dichtung. Erzählungen bezeichnet man auch als längere Geschichte, denn diese Genre ähneln sich sehr. Im Unterschied zur Geschichte werden in der Erzählung mehrere Themen behandelt und auch die Anzahl der Protagonisten übersteigt die in den Geschichten. Die ersten Beispiele in der aserbaidschanischen Literatur sind M. F. Ahundzades "Aldanmış kevakib", C. Memmedkuluzades "Danabaş Köyünün Olayları - Vorfälle im Dorf Danabaş", O. Veliyevs "Gülşen", M. Hüseyins "Kin - Ingrimm", M. Celals "Dağlar da konuştu - Auch die Berge haben gesprochen" u. a.
 
Roman. Die Bezeichnung Roman steht in Zusammenhang mit der Romangruppe, die das Französische, Spanische, Italienische u. a. beinhalten. Auch wenn ein mittels Erzählung aufgestelltes Werk im XII. - XIII. Jh. als Roman bezeichnet wurde, wurde Roman später zu einem eigenständigen Genre. Der Roman ist aus epischer Sicht das umfangreichste Genre. Im Vergleich zur Erzählung sind die im Roman dargestellten Vorfälle und Anzahl der Protagonisten viel höher. Während der Autor in der Geschichte und Erzählung einen bestimmten Lebensabschnitt des Protagonisten darlegt, erlebt der Protagonist im Roman eine dynamische Entwicklung und es ist auch möglich, dass sein ganzes Leben dargelegt wird. Romane in zwei Folgen nennte man Zweiteiler, in drei Folgen eine Trilogie. Die Romane von M. Hüseyin "Apşeron" und "Siyah taşlar - Schwarze Steine" bilden einen Zweiteiler. M. S. Ordubadis "Gizli Bakü - Das geheime Baku", "Savaşan şehir - Die Stadt im Krieg" und "Dünya değişiyor" gelten als Trilogie. Jeder Folge von Zweiteilern und Trilogien gelten als unabhängige Romane und haben als Regel einen eigenen Abschluss. Diese Teile werden nur mit einem gemeinsamen Thema vereint. Romane über historische Persönlichkeiten und deren Leben nennt man historische Romane. M. S. Ordubadis Werk über die Revolution in Südafrika "Dumanlı (sisli) Tebriz - Tebriz im Nebel", Y. V. Çemenzeminlis Werk über M. P. Vagif "İki ateş arasında - Zwischen zwei Fronten" ("Kan içinde - In Blut"), İ. Hüseynovs Werk über İ. Nesimi "Mahşer - Das letzte Gericht" sind Beispiele für historische Romane.
Romane, die die Gefühle und Gedanken der Helden darlegen und die Ereignisse gemäß den Handlungen des Protagonisten schildern, nennet man psychologische Romane. Y. Semedoğlus "Katl günü - Der Tag des Mörders" ist ein psychologischer Roman. 

Anekdote. Anekdote ähnelt sich inhaltlich der Geschichte. Im Unterschied zur Geschichte lehnt sich die Anekdote an wahre Begebenheiten und Dokumente. Das bedeutet, dass der Name, die Lebensgeschichte des Protagonisten wie im wahren Leben dargestellt werden. Bei der Anekdote werden Beschreibungen und Charakteristika vorgelegt, doch die Phantasie des Autors findet keine Anwendung. Der Leser bemerkt, von wem die Rede ist und was dieser Held im wahren Leben gemacht hat. In der Anekdote sind auch ästhetische Elemente vorhanden. Die Anekdote ähnelt der Veröffentlichung des Publizisten.
In der aserbaidschanischen Literatur sind die Werke von Mir Celal, Evez Sadık, Nurettin Babayev u. a. als Beispiele zur Anekdote aufzuzählen.

Memoiren. Memoiren werden in Anlehnung an Anekdoten oder Dokumente geschrieben, doch im Vergleich zur Anekdote ist der Anzahl der dargestellten Personen keine Grenze gesetzt. Bei einer Memoire ist es eine wichtige Voraussetzung, dass der Autor die Vorfälle, deren Zeuge er wurde, darlegt. Außerdem ist auch dem Umfang der Memoiren keine Grenze gesetzt. Memoiren können sehr viel umfangreicher sein als Anekdoten. C. MemmedkuIuzades "Hatiratım - Meine Erinnerungen", A. Şaiks "Geçmiş günler - Vergangene Tage", Ö. F. Nemanzades "Hatıralarım - Meine Erinnerungen ", S. Rüstems "Unutulmaz öğretmen - Der unvergessliche Lehrer", M. Hüseyins "Bir ay, bir gün - Ein monat, ein Tag", Anars "Sizsiz - Ohne Euch" sind Beispiele zu Memoiren. Die Darlegung der historischen Ereignisse ist eine besondere Eigenschaft der Memoiren. In diesen Werken können auch andere Annäherungen an die Personen und Ereignisse stattfinden.



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