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Verlust des Staates

  


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Nach Zerfall des Russischen Reiches wurden in den anderen Ländern und in Aserbaidschan die Unabhängigkeitsbewegungen intensiviert. Am 28. Mai 1918 wurde die Volksrepublik Aserbaidschan gegründet. Die in der Stadt Tiflis erklärte Volksrepublik Aserbaidschan wurde der erste demokratische Staat im Osten.
Die Volksrepublik Aserbaidschan währte nicht lange (23 Monate). Anfang der 1920er Jahre wurden die Krisen auf internationaler und innenpolitischer und sozialer Eben zunehmend  intensiviert.
Der Druck von Innen und Außen brachte die Regierung in Schwierigkeiten. Die Republik befand sich mit dem Nachbarstaat Armenien im Krieg. Auch Sowjetrussland konnte nicht vom Gedanken eines reiches loskommen. Sowjetrussland war stets bereit, Aserbaidschan einzunehmen. Lenin, der Führer der sowjetischen Regierung, hat am 17. März 1920 an die Mitglieder des militärischen Komitees der kaukasischen Front, N. K. Smilka und K. K. Orconikidze ein Telegramm mit dem Befehl: „Die Invasion ist für uns sehr wichtig. Alle Bemühungen müssen in dieser Richtung verlaufen.“ Nach dem Waffenstillstand von Mudros wurde die Hilfe der Türkei an Aserbaidschan unterbunden. Auch die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Partei und der Regierung verschlimmerte die Sache. Außerdem befand sich das Land in wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten. Der tiefen sozial-politischen Krise im Inland führte auch die Zusammenarbeit der Bolschewiken und der bolschewistisch geneigten Parteien negative Einwirkungen zu. Die politische Krise führte dazu, dass der Ministerrat der Republik, der durch N. Yusifbeyli im Dezember des Jahres 1919 gegründet wurde, Anfang April des Jahres 1920 aufgelöst wurde. Die Aufgabe zur Gründung der neuen Regierung wurde dem unparteiischen M. H. Hacınskiy übertragen. Doch auch dessen Bestrebungen blieben erfolglos und die neue Regierung konnte nicht gegründet werden. Zudem stieg auch die Gefahr eines Eingriffs seitens der Russen. Zu dieser Zeit planten Moskau und die Bolschewisten Schritte, um die junge Volksrepublik Aserbaidschan aufzulösen und Baku einzunehmen.
Schließlich schafften es die Bolschewisten am Morgen des 27. Aprils Baku und wichtige Ortschaften in der Umgebung einzunehmen. Die Einheiten der XI. Roten Armee sind am 27. April 1920 um 12:05 Uhr in Aserbaidschan einmarschiert. Am Abend des 21. war die Rote Armee schon am Bahnhof Bileceri. Da es keinen anderen Ausweg gab, hat das Parlament beschlossen, in der Nacht des 27. Aprils 1920 unter einigen Voraussetzungen die Regierung an die Bolschewisten zu übergeben. Wie auch von M. E. Resulzade dargelegt, „unterzeichnete er sein eigenes Todesurteil.“ Die Herrschaft der Volksrepublik Aserbaidschan nahm ein Ende. Aserbaidschan wurde erneut durch Russland, durch Sowjetrussland eingenommen.
Die 23 Monate währende Volksrepublik Aserbaidschan war dennoch eine Periode in der Geschichte von Aserbaidschan, die nie vergessen wurde. Die erste Republik von Aserbaidschan war auch die erste Republik im Orient, unter den islamischen Ländern und der türkischsprachigen Staaten.

[audio]Rede von Mehmet Emin Resulzade, einer der Gründer der Republik Aserbaidschan, zum 35. Jahrestag der Gründung der Demokratischen Republik Aserbaidschan.[/audio]





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