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Geschichte

  


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Baku

Gründung - III. Jahrhundert
Fläche - 2,13 Tausend km²
Einwohnerzahl - 2.039.700 
Bevölkerungsdichte - 958 Einwohner pro km2
Baku ist die Hauptstadt von Aserbaidschan.

Geschichte
Die Geschichte von Baku liegt sehr weit in der Geschichte zurück, doch die Gründung der Stadt ist weitgehend unbekannt. Die geeignete geographische Stellung der Halbinsel Abşeron, die Bucht, das gemäßigte, trockene Klima, die ertragsreichen Böden, die Bodenschätze waren für eine Siedlung durch die Menschen geeignet. In Südosten der modernen Stadt Baku, in der Nähe des Kaspischen Meeres befindet sich das Gebiet Kobustan. Da hier immer Tiere weideten, sind auf Höhlen Zeichnungen der Tiere zu sehen. Auf diesen Zeichnungen VIII. Jahrtausend sind verschiedene Jagdszenen, Zeremonien und Riten zu sehen. Auf einer lateinischen Inschrift aus der Zeit 80-90 v. Chr. in Kobustam, an den Hängen des Böyüktaş-Berges, steht: „Der Imperator Domisian Sezar Ağustos Hermanik, Lusi Yuliy Maxim, Zeit der XII. Legion der Centurio der „Blitzschnellen Legion“. Die Inschrift berichtet höchstwahrscheinlich auch vom Namen des Dorfes Ramana (oder Romana) in der Nähe von Baku vom Dasein von römischen Einheiten auf Abşeron. Baku, sein Erdöl, der „brennende Boden“ war auch seit frühen Epochen fernab von diesem Gebiet bekannt.
Aus schriftlichen Quellen über Baku wird von einem “immerwährenden Feuer” in der Nähe berichtet. Unter denjenigen, die hierüber berichten, befindet sich auch der Byzantiner Paniyli Prisk. Als er Anfang des V. Jh. über die Städte von Albania im Kaukasus berichtete, erzählt er von “einem Feuer, das aus einem Felsen im Meer emporschoss”. Mit der Verbreitung des Islam im IX. in der Region wird in schriftlichen Werken der arabischen Geographen und Historiker in Baku von einer kleinen, aber fortgeschrittenen feudalen Stadt berichtet. In diesen Quellen wird berichtet, dass sich in Baku weiße und graue Erdölquellen befinden.
Mit der Abschwächung des Kalifats der Abbasi in der zweiten Hälfte des IX. Jh. und der Entwicklung einer Neigung der dem Kalifat angebundenen Länder, sich davon zu befreien, führte dazu, dass einige unabhängige Staaten gegründet wurden. Eines dieser Staaten war der Staat der Şirvanşah. Die Stadt Baku des Mittelalters wurde zusammen mit Şamahı zu einem der eigentlichen Städte des Staates Şirvan. Als der Staat Şirvanşah im X. Jh. zunehmend eine zentrale Stellung in der Region übernahm, entwickelte sich Stadt. Zu dieser Zeit wurde auch mit dem Bau der Festungsmauer der Stadt begonnen. Auch die während der Restaurierung entdeckten Inschriften beweisen dies. Aus diesen Inschriften geht hervor, dass die Mauern zu Zeiten von Menuçöhr II. (1120-1160) errichtet wurden. Die spätere Entwicklung des Staates Şirvanşah ging während der Herrschaft von Akhsitan I., dem Sohn von Menuçöhr II., weiter. Er wehrte die Angriffe der Seldschuken und des nomadischen Stamms der Kıpçak erfolgreich ab. Zu seiner Zeit wurde am Hafen von Baku eine starke Kriegsflotte erstellt. Er konnte deshalb den Angriff der Russen mit 73 Schiffen im Jahr 1175 abwehren. 1191 hat Şirvanşah I. Akhsitan seine Residenz von Şamahı nach Bakü verlegt, womit Baku zum ersten Mal zum Zentrum des Staates Şirvanşah wurde. Das älteste Bauwerk dieser Epoche ist die Muhammed-Moschee aus den Jahren 1078-1079, die in der Festung von Baku erbaut wurde. Unter den Bauwerken dieser Epoche haben die erbauten Türme und Burgen eine besondere Stellung - für die Feudalen waren diese Werke eine Sicherheit und Schutz vor Angriffen. Die  Festungsmauern waren zur Stärkung der Burg von Baku sehr wichtig. Um Baku von der Meerseite aus besser zu schützen, wurde zwischen 1232-35 an der Bucht von Baku die Byrg errichtet. Die Burg heißt Sebail und liegt heute unter dem Meeresspiegel. Ab dem XII. Jahrhundert wurde das Land vollständig von den Mongolen eingenommen. In den 1230er Jahren wurde Baku nach einer langen Belagerung unterlag Baku den Mongolen.
Anfang des XIV. Jahrhunderts belebte der Handel, vor allem der Seehandel wieder auf, am Hafen von Baku liefen Handelsschiffe aus Genua und Venedig. Baku betrieb Handel mit Altın Orda, Moskau und den europäischen Staaten. Von hier aus wurde Erdöl, Teppich und andere Waren exportiert. Gleichzeitig wurden nach Astarhan und dem mittleren Ostaen Waren zwecks Handels exportiert. In der ersten Hälfte des XIV. Jahrhunderts spielte Baku wirtschaftlich und politisch eine wichtige Rolle, weshalb das Kaspische Meer auch öfters als Baku-Meer bezeichnet wurde.
1501 griff Scheich İsmail Hatayi aus der Dynastie der Safevi Şirvan’ an und nahm Baku ein. Zwischen dem XVII. und XVIII. Jahrundert deutet auf die entwickelte Architektur hin. In dieser Zeit wurden die Festungsmauern von Baku zwei Mal erneuert. Im XVII. Jh. griffen die Kasachen aus den Regionen Don und Wolga Abşeron an. 1660 griffen die Kasachen von Stepan Razi die Küsten von Baku an zerstörten das Dorf Maştağa. 
Ab dem XVII. Jahrhundert lenkten die reichen Bodenschätze und die strategische Rolle die Aufmerksamkeit auf sich. Petro I. begann die Grenzen am Kaspischen Gebiet die westlichen und südlichen Grenzen und versuchte die Türken und Iraner unter die Mangel zu nehmen und somit das Kaspische Gebiet an sich zu reißen. Die Einnahme der Gebiete rund um das kaspische Meer wurde eine spezielle Marineeinheit gebildet. Gegen Ende Juni 1723 liefen sieben Schiffe der Marine unter Führung des Brigadeadmirals Matyuşki im Hafen der Stadt ein. Nach Erlass eines Dekrets durch das Stadtoberhaupt wurden unter der Führung des Kommandanten Baryatyanski in der Garnison von Baku zwei Divisionen (2382 Soldaten) gebildet. Nach Tod von Petro im Jahr 1725 wurden die Regionen um das Kaspische Meer zu einem Problem für die Russen. Um die unter belagerten Regionen zu schützen, mussten ein immenses Aufgebot an Soldaten bereitgestellt werden, wobei die Ausgaben die Einnahmen übertrafen. 1730 verschlechterte sich diese Lage noch mehr. Der kompetente Kommandant Nadir wurde im Iran zunehmend stärker. Die Erfolge von Nadir Şah in Şirvan zwang die Russen am 10. März 1735 zu einem Abkommen über Gence und die Umgebung. Gemäß diesem Abkommen mussten die Russen Baku verlassen. Somit unterstand Baku erneut der Herrschaft von Iran.
Nachdem Nadir Şah 1747 nach einem Streich im Palast umgebracht wurde, löste sich das Reich auf. Im Hohetisgebiet von Aserbaidschan entstanden einige unabhängige Khanate. Das Khanat von Baku war eines der wichtigsten dieser Khanate. Mirza Muhammed Han (1747-1768) wurde zum Führer dieses Khanats. Wahrend der zwanzigjährigen Regierungszeit half Mirza Muhammed Han dabei, die Wirtschaft zu reparieren und den handel zu entwickeln. Er war ein Admiral und war das Haupt der Marine für Warenlieferungen und militärische Angelegenheiten. Nach ihm kam sein Sohn Melik Muhammed Han an die Macht in der Khanschaft Baku. Zwischen den Khanaten wurden fortwährend feodale Kriege geführt. Auch das Khanat Baku nahm an diesen Auseinandersetzungen teil und kämpfte neben seinem Verwandten Feteli Han, dem Führer der Khanschaft Kuba. 1784 übergab Melik Muhammed Han die Führung des Khanats Bakü an seinen Sohn Khan Mirza Muhammed II. (an den Vater des berühmten aserbaidschanischen Historikers Abbaskulu ağa Bakıhanov) und starb. Die nächsten Jahre standen unter dem Zeichen der Bürgerkriege. Die Kriege in der Khanschaft Baku wurden wegen den Erdölvorkommen geführt, die großen finanziellen Nutzen mit sich brachten. Auch wenn zu dieser Zeit sich die Wirtschaft entwickelte, wurde Aserbaidschan gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts durch die Angriffe des iranischen Herrschers Ağa Muhammed Han Kacar, der alle Länder und den Süden von Aserbaidschan unter seine Kontrolle nahm, schwere Schäden zugefügt. 1795 nahm Ağa Muhammed Han Kaçar Baku ein und zerstörte die Stadt, doch seine Armee verließ nach kurzer Zeit Şirvan. Die Zarenregierung, welche bemerkte, dass Ağa Muhammed Han Kacar zunehmend stärker wurde, begann eine Politik, um Aserbaidschan durch Russland unterjochen zu lassen. Im Sommer 1796 begannen mit Befehl von II. Yekaterina die Zarenarmeen unter der Führung von General Zubov in Richtung Kaukasus zu marschieren. Zubov sandte eine Armee mit 6 Tausend Mann, um die Stadt einzunehmen, und Baku ergab sich nach der ersten Forderung Zubovs. Am 13. Juni 1796 vereinte sich die kaspische Marine der Flagge von Baku und die russischen Einheiten wurden in Baku stationiert.
Mit dem Gülistanvertrag zwischen Russland und Iran im Jahr 1813 wurde die Vereinigung Bakus und Russlands öffentlich. Doch dieser Vertrag konnte die Uneinstimmigkeiten zwischen Russland und Iran nicht völlig aus der Welt schaffen. Auch der frühere Khan von Baku verlor seine Hoffnungen nicht, irgendwann erneut in die Stadt zurückzukehren. Als die iranische Armee im Juli 1826 in Nordaserbaidschan einmarschierte, marschierte eine Armee unter der Führung Khan Hüseynkulu nach Baku und beteiligte sich an der Belagerung der Stadt. Die Einwohner von Baku und der umliegenden Dörfer begannen gegen die Russen einen Aufstand und halfen ihnen auf aktive Weise. Doch die Niederlage der iranischen Armee und die Maßnahmen der russischen Armee gegen den Khan von Baku zwangen ihn 1826 zur Rückkehr in den Iran. Mit Ende des letzten russisch-iranischen Krieges wurde 1828 der Türkmençay-Vertrag unterzeichnet. Diesem Vertrag zufolge wurde Aserbaidschan am Fluss Aras zwischen Russland und Iran aufgeteilt. Der Vertrag machte die Zerschlagung Bakus und des Territoriums durch Russland öffentlich. Zu dieser Zeit fanden die Grenzen von Baku mit der „Inneren Stadt“ innerhalb der Festungsmauern ein Ende. Hier befanden sich dreihundert Häuser und dreitausend Menschen. Nach dem Krieg zwischen Russland und Iran begann die Stadt fortwährend zu wachsen.
Baku stieg in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts aus sozialer und wirtschaftlicher auf Platz eins und den anderen Städten in Aserbaidschan. Bei der Entwicklung der Stadt nahm Erdöl eine wichtige Rolle ein. Das Bedürfnis Russlands nach Erdöl stieg immer weiter an. Baku verhalf der Entwicklung der russischen Industrie. Das Zarentum Russland kontrollierte die Erdölquellen und vermiete diese zu verschiedenen Zeiten für eine bestimmte Zeit an unterschiedliche Personen. Doch in den 60er Jahren wurde das Vermieten von Erdölquellen als ein unnützliches Überbleibsel der Vergangenheit angesehen und für die Entwicklung dieser Branche war die Organisation der Erdölgeschäfte vonnöten. 1872 wurden die neuen Energiequellen bestätigt. Dieser Regel nach wurden die früher vermieteten Erdölquellen mittels Ausschreibungen an Privatpersonen überschrieben. Die Aufhebung des Mietsystems brachte eine tiefgründige Veränderung mit sich. Diese Erdölgier konnte nur mit der Gier nach Gold in Klondike verglichen werden. Mit der schnellen Erschöpfung der Erdölquellen in Baku wurden Kredite von ausländischen Instituten erworben. In kürzester Zeit wurden in Baku Vertretungen von Schweden, England, Frankreich, Belgien, Deutschland und Amerika gegründet. Unter den berühmtesten waren die der Nobel- und Rotschildbrüder.
Anfang des XX. Jahrhunderts wurde fast die Hälfte der gesamten Erdölförderung der Welt in Baku gefördert. Mit Entwicklung der Erdölindustrie entwickelten sich auch die anderen Industriebranchen. 1883 wurde eine Eisenbahnstrecke zwischen Bakü und Tbilisi errichtet, 1892 wurde in der Stadt die erste Bahn. 1900 wurden die Eisenbahnstrecken in russische Ballungsgebiete und nach Baku Petrovsk (jetzt Mahaçkale) gebaut, welche die Verbindung nach Europa bedeutete. Zwischen 1868-1879 wurden zwischen Baku, Tbilisi und Krasnovodsk die ersten Telegrafenmasten aufgestellt. 1886 wurde in Baku die erste Telefonzentrale gegründet. 1917 wurde in der Stadt eine Wasserleeinspeisung begonnen, die auch heute funktioniert. Baku entwickelte sich auch auf kultureller Ebene. 1873 wurde das erste natioanle Theater von Aserbaidschan gegründet. 1875 wurde die erste Zeitung veröffentlicht. 1894 legte Neriman Nerimanov den Grundstein der ersten nationalen Bibliothek. 1908 wurde im Osten das Opernwerk „Leyla und Mecnun“ gespielt. Die Druckereien entwickelten sich immer weiter. Es wurden Broschüren, Bücher und Zeitschriften, unter anderem auch Zeitungen in russischer Sprache (“Bakü”, “Kaspi”, “Bakinski Raboçiy”, “Himmet”, “Yoldaş”) veröffentlicht. Diese Stadt in der Halbinsel Bakı entwickelte sich mit einer Geschwindigkeit, die weder in Russland noch in Europa gesehen worden war. Aus allen Ecken Russlands und verschiedenen Ländern kamen Menschen nach Baku, um das ersehnte Glück oder Arbeit zu finden. 1883 betrug die Einwohnerzahl Bakus mehr als 45 Tausend, 1913 fast 200 Tausend. Die Umgebung der Stadt wurde modernisiert und die zahl wundervoller architektonischer Gebäude stieg an. Unter diesen befanden sich der Hauptbahnhof, die Duma von Baku, die “Realni-Schule” (das Gebäude der heutigen Universität der Wissenschaften), die sogenannte “İsmailiyye” (das heutige Verwaltungsgebäude der  Wissenschaftsakademie von Aserbaidschan) u. a. Gleichzeitig wurden auch die Grünflächen ausgebaut. Zusammen mit einem Stadtbad wurden entlang der Promenade die Parkanlagen Mihaylovski (jetzt “İçerişehir”-Station), Mariyinski (Molokan-Park), Nobel-Park (Nizami-Park) errichtet. Somit wurde Baku dank des wirtschaftlichen Aufschwungs gegen Ende des XIX. Jahrhunderts zu einem der größten Zentren Russlands und zu einem der wichtigsten Städte.
Im Februar 1917 nahm das Zarentum von Russland ein Ende. Am 2. November 1917 fand in Baku die Sowjetkonferenz statt. Hier haben die Bolschewisten dieses Organ als eine Hohe Autorität bezeichnet und die Gründung der sowjetischen Führung bekannt gegeben. Im März 1918 hat der Sowjet von Baku in Baku einen Genozid gegen die unbewaffnete türkische Bevölkerung in den türkischen Stadtteilen begangen. Während dieses Genozids wurden nahezu zehntausend Einwohner getötet. Das Genozid wurde von S. Şaumyan, dem Führer des Revolutionskomitees von Baku geführt. Der Generalstabschef der Roten Armee in Baku war der Oberst der Zarenarmee und Mitglied der Taschnak-Partei Z. Avetisyan. Der Aufruhr zwischen dem 30. März und dem 2. April in Baku und den umliegenden Bezirken war nichts anderes als ein Genozid gegen das Volk von Aserbaidschan. Aus diesem Grund dauerte die sowjetische Herrschaft in Baku nicht allzu sehr lange an und wurde 1918 aufgehoben.
Nach Auflösung der Zakafkaziya-Föderation wurde am 28. Mai 1918 die Demokratische Republik von Aserbaidschan kundgetan. Zu dieser Zeit befand sich Baku zuerst unter der Führung der Baku-Kommunen, dann in der hand der Taschnak- und Menschewik-Diktatur.  Die Türkei eilte dem jungen aserbaidschanischen Staat zu Hilfe. Eine 15 Tausend Mann starke kaukasisch-islamische Armee wurde zusammen mit den Türken unter der Führung von General Şıhlinski und die neu gebildeten aserbaidschanischen Einheiten gebildet. Die kaukasisch-islamische Armee hat nach Kämpfen das gesamte aserbaidschanische Territorium eingenommen und zerbrach am 15. September 1918 den Widerstand einer tausende von Mann starken Armee und marschierte in Baku ein. Baku wurde zur Hauptstadt der  Demokratischen Republik von Aserbaidschan erklärt. Am 17. September 1918 zog die Regierung unter F. Hoyskinin nach Baku. 
Am 27. April 1920 hat die XI. Rote Armee die Grenzen von Aserbaidschan passiert und begab sich in Richtung Baku. Gleichzeitig wurde durch das Russische Sowjet der Republik von Aserbaidschan ein Ultimatum über die Übertragung der Regierung gestellt. Am 28. April marschierte die XI. Rote Armee in der Hauptstadt von Aserbaidschan ein. 
Nach Gründung der sowjetischen Führung setzte sich die Entwicklung von Aserbaidschan fort.
Zwischen 1924 und 1937 wurden drei Alternativen über Baku erstellt. Dabei wurden im Stadtzentrum, in historische Gebieten und Umgebung weitreichende Strukturierungen vorgenommen und neue Siedlungen und Ortschaften mit Namen von M. Memmedyarov, P. Montin, S. Razi u. a. Berühmtheiten gegründet.
1926 wurde in der UdSSR die erste Bahnverbindung zwischen Baku und den umliegenden Arbeiterortschaften errichtet. In diesen Jahren gingen auch die Projekte zur Ausweitung der Grünflächen in Baku weiter. Mit obligatorischer Teilnahme von tausenden von Einwohnern von Baku wurden in historischen Gebieten von Baku Parkanlagen errichtet.
Mit Beginn des zweiten Weltkrieges wurde Baku erneut zum Blickwinkel der internationalen Gesellschaft. nach Unterzeichnung des Nichtangriffspakts zwischen den Sowjets und den Deutschen im Jahr 1939 wurde durch die UdSSR an Deutschland Erdöl geliefert. Die Franzosen und Engländer planten zwischen 1930 und 40 Baku zu bombardieren und das Erdölgebiet um Baku einzunehmen. Den Plänen französischer Generäle zufolge würde solch ein Streich die wirtschaftliche Macht der Sowjetunion schwächen und dessen Staatsbankrott mit sich bringen. Auch England hatte ähnliche Pläne. Das Oberkommando der britischen Luftstreitkräfte plante, dass eine Bomberstaffel innerhalb von 6 Wochen bis 3 Monaten die Erdölanlagen vernichten würde. Doch der starke Angriff der deutschen vom Westen brachte eine Verschiebung der Pläne der Alliierten mit sich. Bei der erfolgreichen Aufhebung des Faschismus leistet Baku großen Beitrag. Während des Krieges machten die Erdölquellen von Baku 75 % der gesamten Erdölproduktion des Landes aus. Der Treibstoff der Flugzeuge bestand zu 90 % aus dem Erdöl von Baku. Die Erdölarbeiter, welche sich über das steigende Bedürfnis nach Erdöl bewusst waren, hoben die Erdölproduktion 1941 zu einem Rekordniveau von 23.482 Millionen Tonnen. Während der Kriegszeit nahm Baku 440 Tausend Verletzte an.
Auch nach dem Krieg entwickelte die Stadt sich weiter. 1949 wurden die Erdöl-Stadt (Neft Taşları) errichtet. Dies war die erste Erfahrung auf der Welt, um Erdöl auf offenem Meer zu verarbeiten. nach dem Krieg wurde der Bau von Gebäuden und sozialen Einrichtungen beschleunigt. Dank der meisterhaften Begabung der Architekten von Aserbaidschan wie M. Hüseyinov, S. Dadaşov, H. Mecidov, E. Kasımzade, K. Elizade, K. Alesgerov u. a. wurde in Bakus Stadtzentrum moderne Gebäude errichtet. Baku wurde zum wichtigen Industriezentrum der alten Vereinigung. Neben der Erdölförderung wurde auch die Herstellung von elektronischen Komponenten und die Nahrungsmittelherstellung entwickelt. In Baku wurden in kürzester Zeit Fabriken für Klimaanlagen, Computer, Champagner u. ä. errichtet. Die meisten Produkte dieser Unternehmen wurden nicht nur in der UdSSR, sondern auch in anderen Staaten vermarktet.
Baku war der wichtigste Transportweg der UdSSR. Zu dieser Zeit befand sich die Stadt hinsichtlich des Warenumschlags an dritter Stelle. Die Bedeutung des Hafens von Baku stieg an. Dieser Hafen war nicht nur am kaspischen Meer, sondern auch unter den Häfen der Union mit seinen riesigen Bauten bekannt. Einer der wichtigsten Ereignisse war ferner die Eröffnung der ersten U-Bahnanlage des nahen Ostens im Jahr 1967. Baku wurde zu einem großen Ausbildungszentrum. Die meisten großen Bildungszentren von Aserbaidschan befanden sich in Baku. Ferner gab es auch Theater, Kulturhäuser und für die Welt und die Union wichtige soziale, wissenschaftliche und berufliche Organisationen wurden in dieser Stadt veranstaltet.
1988 wurde der Vorschlag über die Vereinigung des Berg-Karabaghs von Aserbaidschan mit Armenien vorgeschlagen. Zugleich wurde die gesamte aserbaidschanische Bevölkerung, mehr als 200 Tausend Menschen - aus Armenien verwiesen, von denen sich die meisten in Baku niederließen.
Nachdem Aserbaidschan 1991 seine Unabhängigkeit erklärt hatte, wurde Baku zum Hauptstadt des unabhängigen Aserbaidschans erklärt und wurde zum größten Handels-, Kultur- und Wissenschaftszentrum des gesamten Kaukasus. Die Umstrukturierung in der Stadt, Parkanlagen, Plätze, Wolkenkratzer sind ein Beweis für den Beginn der Umstrukturierung der Stadt.



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