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Dekorative und angewandte Künste

  


Der dekorativen angewandten Kunst gehören die Teppichkunst, Kopftuchgestaltung (Kelağayı), Gobelin, Töpferei (Keramik), Weberei, Näherei und Stickerei, Goldschmiedekunst, Glaserei, künstlerische Gravierkunst (Holz, Metall, Stein, Knochen usw.). Die dekorative angewandte Kunst wird im Volk auch „Volkskunst“ genannt. Volkskunst entsteht mit der Mühe des Volkes: sie verhilft ihm Einkommen und enthält die Einstellung des Volkes gegenüber der bildnerischen und angewandeten Kunst. 

Teppichkunst
Die Teppichkunst von Aserbaidschan ist eine jahrhunderte lange Tradition, die das geistige Leben des Volkes von Aserbaidschan und deren Wurzeln trägt. In Aserbaidschan gab es in den Regionen Karabagh, Gazah, Gence, Tebriz, Şirvan, Abşeron und Guba sehr wichtige Schulen der Teppichkunst. 

Kopftuchgestaltung (Kelağayı)
Ein Keleğayı ist ein traditionelles Kopftuch für Frauen aus Seide, die eine viereckige Form hat. Im Osten von Aserbaidschan wird es auch „Çargat“ genannt. Die Wurzeln der Produktion von Kelayağı in Aserbaidschan sind sehr alt. In den Städten Tebriz, Gence, Şamahı, Şeki, Nahcevan und im Dorf Baskal der Region İsmayıllı wurden sehr hochwertige Kopftücher produziert. Im Mittelalter wurden die Kopftücher ins Ausland exportiert. 
Unter den Arten der Kopftücher „Şeki“ und „Basgal“ sind „Şah Buta“, „Saya Buta“, „Hırda Buta“ weiter verbreitet. Die Kopftücher „Heyratı“, „Soğanı“, „İstiotu„, „Albuharı“, „Abi“, „Yeleni“ waren bekannter als die anderen Arten. Es existieren immer noch zahlreiche Familien, die die Herstellung dieser wunderschönen Kopftücher fortsetzen. In der Stadt Şeki gilt die Familie Şamilov als die bedeutendsten Altmeister dieser Kunst. 

Gobelin
Gobelin ist eine Kunstform und Denkweise, welche die Gefühle der Menschen innehat. Die Gobelin-Kunst fand auf der Welt weite Verbreitung. In Aserbaidschan ist dies die Teppichkunst der alten Volkskultur. Diese auf der ganzen Welt bekannte Kunstform wurde im 1. Jh. durch die Araber entwickelt und verbreitete sich von hier aus in zahlreichen Ländern des Orients. Die Kunstart Gobelin war in der Epoche eine Art dekorative Stickereiart, die auch von türkischen Völkern verwendet wurden und unter reichen Menschen als Zeichen der Galanterie Anwendung fand.
Bei der Herstellung von Gobelin werden fertige Skizzen, Ideen und Gedanken umgesetzt.

Näherei und Stickerei
Bei der Näherei und Stickerei wurden heimische Fäden aus Seide und Wolle und heimische traditionelle Stoffe verwendet.
Bei der Näherei wurden vorwiegend Vogelmuster verwendet. Vor allem die beliebte und traditionsreiche Form von Vögeln in zweifacher und spiegelverkehrter Stellung wurden sehr oft gestickt.
Bei der verbreiteten Form der Stickerei, die auch „Pilek“ genannt wird, werden metallische Stücke (Eisen, Bronze, Silber, Gold) in kreisrunder Form auf Seidengardinen, Bedeckungen von Spiegeln, Wedeln genäht und verschiedene Pflanzenmotive und geometrische Figuren erschaffen. Bei dieser Art der Stickerei ist ein künstlerisches Muster sehr wichtig. Pilek ist vor allem im mittleren Osten, mittleren Asien, gleichzeitig in Aserbaidschan (Şuşa, Gence, Şamahı, Nahçivan, Baku, Nuha (Şeki)) verbreitet.

Goldschmiedekunst
Im 18. Jahrhundert wurden Zahlungsmittel und Schmuckgegenstände aus Metall im Allgemeinen in 6 unterschiedlichen Formen geschmückt. Diese sind hauptsächlich Treiben, Niello, Şebeke, Hatemkalık und Minaçılık.
Das Treiben ist in der Goldschmiedekunst weit verbreitet. Im 8. Jahrhundert wurden Zahlungsmittel, Waffen, Schmuckgegenstände mit dieser Technik hergestellt.
Das Niello spielt bei der Entwicklung der Goldschmiedekunst in Aserbaidschan eine wichtige Rolle. Die schwierigste Form hierbei ist das „flächige Niello“. Diese Kunstart war vor allem in Tebrisi, Nahcewan und verbreitet. Bei dieser Kunstart ließ man eine farbige Flüssigkeit in eine Gravur fließen.
In der Technik „Karasavad“ wird im Allgemeinen Silber bearbeitet, denn Silber ist auf schwarzem Untergrund dezenter zu erkennen und die weißen Umrisse besser zu erkennen. Auf bearbeitetem Untergrund wird das Bild aufgezeichnet und die Umrisse mit schwarzem Material bemalt. Mit dieser Methode wurden vorwiegend  Schmuckstücke (Gürtel, Dolch, Pistole, Munitionsbehälter) verziert. 
Die Kunst des „Hatemkarlık“ ist eine der umfangreichsten Kunstarten der Goldschmiedekunst in Aserbaidschan. Um verschiedene Gegenstände wie Dolch, Schwert zu verzieren, wurde die betreffende Stelle gelocht, dann dieser Bereich mit Nägeln aus Silber u. a. bunten Nägeln aus Metall gefüllt. Danach wurde die Oberfläche poliert und eine wunderschöne Mosaik erhalten. Das schwierigste bei dieser Kunst ist das Aufbringen von Schrift und Zeichnungen. 

Glasverzierung
Bei dieser Kunst werden dekorative Glasgegenstände, die Innenbereiche von Vitrinen geschmückt. Die mit dieser Kunst erstellten Gegenstände aus früher Zeit in Aserbaidschan wurden in den Regionen von Mingeçevir bis nach Şamahı gefunden, wie z. B. Glasbehälter, Schmuckstücke für Frauen.  

Gravurverzierung auf Holz, Metall, Stein, Knochen
Die verzierende Gravur ist eine der ältesten Arten der dekorativen Kunst und wird generell auf Stein, Holz, Stein, Knochen und andere Materialien angewandt. Die Steingravuren in den ältesten Ortschaften von Aserbaidschan (Gobustan, Gemigaya u. a.) gelten als Vorreiter dieser Kunst.



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