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Über die Malerei

  


Gravur ist das Eingravieren eines Bildes oder einer Schrift mittels scharfer Geräte in unterschiedliche Materialien. Die Kunst der Gravur gilt als dekorative Kunst. In der heutigen zeit wird diese Technik im Allgemeinen bei der Verzierung von Gebrauchsgegenständen verwendet. Da die Technik recht schwierig ist, haben sich nur begabte Meister mit dieser Technik auseinandergesetzt und diese Kunst hat immer eine sehr hohe Schätzung. 
Künstler, die sich mit dieser Kunst beschäftigen, werden Gravurmeister genannt. Gravuren werden entweder mit mechanischen Hilfsmitteln oder aber mit der Hand eingraviert. Diese Darstellungen  werden auf Metall, Stein, Holz, Glas gezeichnet und dann verziert. Gravurmeister sind im Allgemeinen Kalligraphen und Kunstmaler zugleich. 
Menschen haben schon in frühen Epochen gelernt, Wörter und Zeichnungen auf den unterschiedlichsten Materialien anzufertigen. Diese Darstellungen wurden früher generell als Schneid- oder Schmiedtechnik angewandt. Die Figuren (oder Schriften) wurden auf das Material erhaben eingeformt (Relief) oder durch Schmieden in die tieferen Schichten des Materials eingearbeitet.

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Arten der Gravur
Gravuren, die auf Metall oder Kupfer mithilfe von Nadeln gezeichnet werden und dann eingeschmiedet werden, werden als Oford bezeichnet. Darstellungen auf Stein werden als Lithographie, auf Holz als Xylographie bezeichnet. („litho“ griechisch für „Stein“, „xylo“ für Holz).
In unserer Zeit werden in der Gravurkunst die Methoden Buchentwurf (Gestaltung von Büchern), Tischdruck (Erstellen von Ausfertigungen von Werken), wissenschaftliche Forschungsgrafik (wissenschaftliche Tabellen, Flurkarten, Schemen, Karten, Tabellen zur Ausbildung usw.) verwendet.
In unserer Zeit sind die industriellen Methoden in der GRavurskunst weiter verbreitet. Postkarten, Einladungen, Industrieprodukte, sogar Etiketten von Kleidungen werden öfters mit dieser Technik hergestellt. Außerdem werden heute die Schriften, Buchstaben und andere Bilder auf Uhren, Waffen, Armbändern und Feuerzeugen mit dieser Technik aufgebracht. Ein weiterer Bereich, bei dem die Gravurkunst verwendet wird, ist die Goldschmiedekunst.
Bei der Verzierung von Holz-, Metall-, Keramikprodukten werden Metallplaketten, Knochen von Elefanten und anderer Tierarten, aus Plastik hergestellte geometrische Figuren auf das Produkt eingearbeitet und somit unterschiedliche Gravuren hergestellt.
Die Gravurkunst wird auch bei der Herstellung von Schatullen, Döschen, Spiegel, Lesepulte, musikalischer Instrumente und anderer Gegenstände (Säulen und Säulenkapitell), Terrassen usw. verwendet. 

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Gravurgegenstände
Um in der Gravurkunst verschiedene Materialien zu bearbeiten, verwendet man verschiedene Gegenstände. Ein „Puanson“ ist ein Gerät, das einer Nagel ähnelt. Mit dessen Hilfe können Striche unterschiedlicher Tiefe und Breite gezeichnet werden. Ein Stickel ist ein Gravurstift. Eine Fräse ist eine art sich drehende Rundschneide.
Eigentlich werden diese Geräte heutzutage auch in der Goldschmiedekunst verwendet. Sie finden Anwendung bei der Verzierung von Schwertern, Waffen und Munition, Äxte usw. In anderen Bereichen werden von Gravurmeistern unserer Zeit auch Laser verwendet. Mithilfe von Laser können auf Materialien Buchstaben und Bilder, Zeichnungen unterschiedlicher Dichte ausdrucksvoller gezeichnet werden. Bei Zeichnungen auf Metall und Glas werden verschiedene chemische Säuren verwendet.

Die Geschichte der Gravurkunst 
Es wird angenommen, dass die Gravurkunst ihre Ursprünge in China hat. Dort wurde bei der Herstellung von Pendeln zur Messung der Stunden Gravuren verwendet. Später wurde im 4. Jh. v. Chr. die Zeichnung von porösen Anzeigen und die Einteilungen in Kompassen diese Technik verwendet. 
In den späteren Jahrhunderten entwickelte sich die Gravurkunst in Griechenland und Mittelasien. Mit der Entwicklung der Astronomie in Europa im 11. Jahrhundert wurde diese Technik auch bei der Vorbereitung von Marineinstrumenten angewandt. Die Verzierung von Materialien aus Metall, Holzschnitte, Verzierung von Waffen wurde zur Mode. Diese Kunst fand in kürzester Zeit auch im mittleren Osten, ferner im Iran, in der Türkei, Ägypten, zeitgleich in Spanien und Marokko Verbreitung.

Die Geschichte der Gravurkunst in Aserbaidschan
In Aserbaidschan wurde die Gravurkunst vorwiegend in den Gebieten Tebrisi, Erdebil, Şuşa und Gence intensiv verwendet. Die Gravurmeister haben im allgemeinen Gebäude, Moscheen und Bücher mit dieser Technik verziert.
Die Aserbaidschaner haben bei der Entwicklung der Gravurtechnik eine wichtige Rolle gespielt. Die Gravurkunst, zu Beginn in den Händen der Chinesen und der Uyguren, wurden auch zu Zeiten der Elhani-Dynastie von den Aserbaidschanern übernommen. Zu Zeiten von Scheich İsmail Hatai wurde sogar neben dem Safevi-Palast die berühmte Kunstschule von Tebrisi errichtet. Der berühmte Maler Behzad Herat kam hierher zurück und wurde zum Leiter der Kunstschule von Tebrisi. Behzad hat zu der Zeit vor allem Zeichnungen über die Gedichte des berühmten aserbaidschanischen Dichters Nizami eingraviert.
Der im Westen als „Rafel des Orients“ bekannte iranische Miniaturkünstler Kemaleddin Behzad Tebrizli wurde zum Schüler von Seyid Ahmed. Seyid Ahmed selbst war einer der berühmten aserbaidschanischen Kunstmaler, die im Palast des iranischen Herrschers Ebu Seid gearbeitet haben. Er war einer der Miniaturkünstler der Timuriler-Epoche. Auch Ağamirek aus Aserbaidschan, der mit seinen wunderschönen Miniaturen alte Inschriften, vor allem das Werk „Hamse“ von Nizami eingearbeitet hat, war eins der Mitglieder dieser Schule.
Die Elemente der Gravurkunst sind auch in den handwerklichen Kunstwerken in Aserbaidschan zu sehen. Die Muster der Teppiche von Aserbaidschan z. B. sind auf der ganzen Welt berühmt. Einer dieser Teppiche wurde im Gemälde „Maria mit dem Kinde“ des niederländischen Malers Hans Memling verwendet. Der Künstler hat Maria auf einem Teppich aus Aserbaidschan gezeichnet.
Der Thron von Scheich İsmail Hatai (16. Jh. Topkapı-Museum) und das Schild im Waffenmuseum in Moskau (Mehemmed Mömün) sind eines der schönsten Beispiele der Gravurkunst in der Kunstgeschichte von Aserbaidschan. Die Göy-Moschee in Tebrisi wird von Experten als eine der schönsten und hochwertigsten Denkmäler angesehen. Die Gravuren auf dem Scheich-Sefi-Grabmal in Erdebil sind in aller Munde. Das früher in Aserbaidschan in Nachitschewan errichtete Mömine-Hatun-Grabmal (12. Jh.) wiederum ist ein sehr hochwertiges Denkmal. Die Gäbude in Baku aus den Zeiten der Şirvanşahlar (16. Jh.) sind vor allem in diesem Zusammenhang sehr wichtig.
Unter den Künstlern, die den Palast von Ekber dem Großen in Akra verziert haben, befanden sich auch Aserbaidschaner. Nachdem Sultan Selim in Çaldıran Scheich Ismail besiegt hatte, ließ er auch dreitausend Künstler aus Aserbaidschan nach Istanbul bringen. Die für ihre schönen Keramiken berühmte Grüne-Moschee in Bursa wurde von meistern aus Tebrisi errichtet.
Die Gravurkunst in Aserbaidschan entwickelte sich auch in der sowjetischen Epoche fort. Im Allgemeinen wurden mit mechanischen Hilfsmitteln verschiedene Zeichnungen auf den unterschiedlichsten Materialien eingraviert. Heute zählen Schatullen, Schmuckdöschen, verschieden Geschenkartikel mit schönen Verzierungen und Gravuren zu diesen Kunstwerken der Gravurkunst.



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