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Geschichte der Musik

  


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Die ersten Informationen über die Geschichte von Aserbaidschan wurden nach archäologischen Ausgrabungen auf Felsmalereien in Gobustan (18. - 3. Jahrtausend v. Chr.) und Gemikaya (3. - 1. Jahrtausend v. Chr.) erhalten. Im Erzählzyklus „Kitab-ı Dede Korkut“ (7. Jahrhundert), den Werken von Nizami und Fuzuli sind zahlreiche Informationen über die Musik im Mittelalter, deren Arten, den Musikinstrumenten erhalten. In den Erzählungen der berühmten aserbaidschanischen Wissenschaftler wie Sefieddin Urmevi (13. Jahrhundert), Abdulkadir Marağayi (14. Jahrhundert), Mirzabey (17. Jahrhundert), Mir Muhsin Nevvab (19. Jahrhundert) wurden Angaben zur mittelalterlichen Musikkultur, deren Entwicklungsstufe gemacht und die theoretischen Fragen der Musik erörtert.
Den ersten Teil der aserbaidschanischen Musikgeschichte bildet die Kunst des Volksgesangs und der Dichter. Es ist die Kunstart, die den Dichter, den Sänger und die Komposition vereint und der Grundstein der Bereicherung. Den nächsten Schritt bildet die klassische Musik und der Modus. Die Musiker, die den Bestand der früheren klassischen Musik und des Modus entwickelt und bewahrt haben, die künstlerische Begabung der Sänger sind die hauptsächlichen unterscheidenden Merkmale. Die Gründer des Modus als klassisches Erbe - die Kunst der Sänger und Musiker leben auch heute und entwickeln sich.
In der Musikgeschichte von Aserbaidschan gibt es wichtige Meister des Modus. unter den berühmten Künstlern des 19. Jahrhunderts befanden sich Settarhan, Hacı Hüsü, die hierzu ausgebildet waren. Einige der weiteren herovrragenden Künstler des 19. Jahrhunderts ware Meşedi İşi, Alesker Şirin, Tarzen Sadıkcan. Heute sind vor allem Cabbar Karyağdı, Meşedi Cemil Emirov, Seyyid Şuşinski berühmt. Unter den Musikern für den Modus gelten Kurban Pirimov, Mansur Mensurov, Ahmet Bakıhanov, Behram Mensurov als Berühmtheiten.
Die Eigenschaften des Modus entwickelten sich vor allem in privaten Schulen, Vereinen und der Leitung von Meistern wie Kulu (aus der Stadt Şuşa), Mahmut Ağa (aus Şamahı), Meşedi Melik Mensurov (aus Istanbul). Diese Personen spielten auch bei der Gründung der Gesangsschule von Aserbaidschan eine wichtige Rolle.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Unmöglichkeit der Aufsetzung von Noten in der aserbaidschanischen Musik betont, weil die Volksinstrumente kein gleich bleibendes Tempo hatten. Dieses Problem, welche die Entwicklung der aserbaidschanischen Musik verhinderte, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gelöst. Somit konnte die Musik von Aserbaidschan das Niveau der professionellen Musik anderer Länder erreichen. Am 12. Januar 1908 wurde in Baku zum ersten Mal die Oper „Leyla und Mecnun“ uraufgeführt. Dieses erwähnte Werk spielte bei der Entwicklung der nationalen Opernkunst und der Komposition in Aserbaidschan eine wichtige Rolle. Diese Oper ist eines der eigenständigen nationalen künstlerischen Werke der Musikgesichte von Aserbaidschan, wie die anderen Werke von Üzeyir Hacıbeyov, die er bis zur Revolution komponiert hatte, wie z. B. «Şeyh Senan», «Aslı ve Kerem, Rüstem ve Söhrab», «Şah Abbas ve Hurşud Banu», ferner das Werk «Âşık Garip» von Zülfikar Hacıbeyov, «Şah İsmail» von Müslüm Magomayev. Die erwähnten Eigenschaften wurden in den späteren Werken der nächsten Jahre entwickelt.
Das erste Werk, welcher mit der nationalen Musik die Synthese der professionellen europäischen Musikdichtung darstellt und der Musik von Aserbaidschan und dem Land Berühmtheit verlieh, war Arşın Mal Alan, welches als Beispiel für die nächsten Generationen darstellt. Dieses Werk wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt, wird seit über 70 Jahren in verschiedenen Ländern aufgeführt und wird von vielen Menschen geschätzt. Die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts gelten als die Zeit des Aufschwungs der aserbaidschanischen Musik. In diesen Jahren wurden Ensembles wie die Symphonische Gruppe (1920, jetzt Staatliches Ü. Hacıbeyov Symphonieorchester von Aserbaidschan), Koro (1926), das erste Orchester mit Noten (1931), die Tanzgruppe (1936) Staatliches Philharmonieorchester M. Magomayev von Aserbaidschan (1936).
Um Recherchen über die Volksmusik von Aserbaidschan aufzustellen und Forschungen zu treiben wurden neben dem Staatlichen Koservatorium von Aserbaidschan die Aserbaidschan Besteciler Birliği - Komponistenvereinigung von Aserbaidschan (1934), Müzikal Komedi Tiyatrosu - Musikalische Komödientheater (1938), Ş. Kurbanov Halk Sanat Evi - Ş. Kurbanov Kunsthaus (1939) der Musikrat (1931) gegründet. 
In den Jahren zwischen 1960 und 80 entstanden in der Musik von Aserbaidschan neue Generationen mit aktiver künstlerischer Tätigkeit. Deren Erfolge in allen künstlerischen Bereichen, die Entwicklung internationaler Beziehungen sind ausschlaggebend. Die Oper und das Ballett wurde Kunstarten, die von aserbaidschanischen Komponisten bevorzugt wurden.
Die Ballettaufführungen von A. M elikov Mehebbet Efsanesi (1961), F. Emirov Nesimi Destanı (1973; Staatsauszeichnung der aserbaidschanischen SSR, 1974), Binbir Gece (1979; Staatsauszeichnung der UdSSR, 1980) erlangten auf der ganzen Welt berühmtheit.
Die Werke der Komponisten von Aserbaidschan wie Kara Karayev, Efrasiyab Bedelbeyli, Fikret Amirov, Niyazi, Arif Melikov, Tevfik Kuliyev, Vasif Adıgüzelov, Azer Rzayev, Rauf Hacıyev, Firengiz Alizade, Mustafa Alizade, Ferec Karayev und Rehile Hasanova u. a. wurden im 20. Jahrhundert zu einem untrennbaren Bestandteil der Musik der Welt.
R. Behbudov, Niyazi, Z. Avşar, M. Magomayev u. a. wurden sehr berühmte Künstler. Die Künstler Sanatçılar F. Kasımova, (1977, Italien, 1. Preis), H. Kasımova, (1981, Athen, 1. Preis; Internationaler 8. P. I. Tschaikowsky-Wettbewerb (1982, Moskau), zweiter Preis), Der Pianist F. Bedelbeyli (1967, Gradets Kralove, CSSR; 1968, Lissabon, Portugal, 1. Preis), die jungen Pianisten M. Hüseyinov, M. Adıgüzelzade u. a. haben zahlreiche Preise in Wettbewerben gewonnen. Bei der Entwicklung der Jazzmusik in Aserbaidschan spielte der Komponist und Pianist V. Mustafazade eine große Rolle. V. Mustafazade wurde zum Vorsitzenden der von ihm gegründeten Ensembles Sevil und Muğam, gewann beim 8. Internationalen Jazzwettbewerb den ersten Preis (Monte-Carlo, 1978).
In der Musikgeschichte von Aserbaidschan sind die Beiträge der Künstler H. Şuşinski, R. Muratova, Ş. Alekberov, E. Ali, S. Gedimova, F. Mehreliyeva, T. İsmayilov, A. Babayev, İ. Rzayev, Z. Adıgüzelov, H. Hüseyinov, G. Rüstemov, C. Ekberov, A. Kasımov; ferner E. Bakıhanov, H. Mehmedov, B. Mensurov, E. Guliyev, R. Guliyev, E. Dadaşov, M. Muradov, F. Alekberov; die Lautespieler und Volksmusiker H. Aliyev; die berenteten Künstler H. Mirzeliyev, T. Bakıhanov, Ş. Eyvazova, F. Dadaşov; der Nagara-Spiele Ç. Mehdiyev; der Garmon-Spieler Abutalib (A. Yusifov), Kor Ehed, Kerbelayi Letif, T. Demirov, A. İsrafilov; die Lautespieler E. Nesibov U. A. erwähneneswert.
Das Them Karabagh in der modernen Zeit stellt einen wichtigen Bereich der Musik von Aserbaidschan dar. Die Oratorien von V. Adıgüzelov „Karabağ Şikestesi“ und „Gam Kervanı“ (1999), die Symphonie von T. Bakıhanov „Karabagh Harayı“ (2001), A. Alizades „Ana Toprak“ (1993), N. Mehmetovs 7. Symphonie für die Ereignisse in Hocalı (1998), das Quintett von R. Mustafayev „Hak Seninle, Aserbaidschan“ (1992), das Gedicht von H. Hanmehmetov „Elimde Sazım Ağlar“ für Volksinstrumente (1991, den gefallenen von Karabagh gewidmet), S. İbrahimovas Quintett „Vatan Şehitleri“ (1990), für das Orchester „Seni Özlüyorum, Şuşa\'m“ (1999) u. a. sind einige Beispiele. 2002 wurde durch A. Alizade das Ballett A. Dumas „Kafkasya\'ya Seyahat“  zum ersten Mal aufgeführt. In diesen Jahren wurden die Werke T. Bakıhanovs „Hayır ve Şer“ (1990) Ballett über ein Akt (1990), H. Mehmetovs „Şeyh Senan“, O. Zülfikarovs „Alibaba ve 40 Haydut“ (1990) - Ballett, komponiert.
Während der Unabhängigkeit nahmen aserbaidschanische Komponisten an verschiedenen Musikfestivals, internationalen Wettbewerben und Kultur- und Musikprojekten teil und bekamen die Gelegenheit, die Musik von Aserbaidschan auf der ganzen Welt bekannt zu machen. Die Werke von A. Melikov, V. Adıgüzelov, H. Mirzezade, A. Alizade, T. Bakıhanov, F. Karayev, İ. Hacıbeyov, F. Alizade, C. Guliyev, E. Dadaşova, R. Hasanova, G. Mehmedov und F.Hüseyinov wurden auf den Bühnen der Türkei, Norwegen, Niederlande, Zypern, den USA , der Schweiz, Deutschland, Thailand u. a. vorgeführt und gewannen wichtige Preise. In der Türkei wurde das Werk von A. Melikov (7. Symphonie), V. Adıgüzelov („Çanakkale“ Oratorium), in Zypern T. Bakıhanovs („Kuzey Kıbrıs Mevsimleri“, „Kuzey Kıbrıs Suitası“) u. a. uraufgeführt. In den Niederlanden wurde F. Karayevs („Hutbe, Muğam, Sure“, „Babil Kıyameti“ 2000), F. Alizades („Serap“), R. Hasanovas („Sema“) aufgeführt. Im Projekt „Seidenstraße“ wurde mit Teilnahme von F. Alizade („Derviş“) und C. Guliyevs („Kervan“) große Erfolge verzeichnet. F. Hüseyinov gewann das Wettbewerb der UNESCO in Japan (Koznert für das Symphonieorchester „Zamana Seyahat“), ferner mit dem Preis der UN (mit dem Oratorium „Bırak Dünyada Barış Olsun“).
1999 wurde der Künstler A. Kasımov aufgrund seiner wichtigen Beiträge zur Entwicklung des Modus in der Musik mit der Goldmedaille der UNESCO ausgezeichnet. Im internationalen Festival in Frankreich wurden durch das Staatliche Symphonieorchester von Aserbaidschan (künstlerischer Berater und Dirigent, Volkskünstler: R. Abdullayev) die Werke von Ü. Hacıbeyov, K. Karayev und F. Emirov erfolgreich aufgeführt. Bei der internationalen Messe „Expo - 2000“ in Deutschland hat die Staatliche Kammeroper von Aserbaidschan, das Staatliche Musiktheater, das Staatliche Tanzensemble und weitere Künstler mit ihren Werken die neue Epoche mitbestimmt.
2003 wurde die im Namen des aserbaidschanischen Dichters Natevan verfasste Oper von V. Adıgüzelov „Han Kızı Natevan“ (Dezember 2003) uraufgeführt. Das Werk dieses großen Komponisten leistete einen großen Beitrag zur Entwicklung der internationalen Oper.
Das im Jahr 2009 veranstaltete 1. Internationale Musikfestival von Gebele spielte in der Musikgeschichte von Aserbaidschan eine eigenständige Rolle und wurde zu einer Art Tradition. Das im Jahr 2010 veranstaltete 2. Internationale Musikfestival von Gebele wurde auf der ganzen Welt positiv aufgenommen.
Nachdem Aserbaidschan zum zweiten Mal seine Unabhängigkeit erlangte, wurden auch im Bereich der Musik die internationalen Beziehungen ausgeweitet. Unter Teilnahme der ausländischen Musiker wurde ein internationales Musikfestival veranstaltet. Zur gleichen Zeit traten die weltberühmten Musiker Mstislav Rastropoviç, Bella Davidoviç, Dmitri Sitkovetski in Baku in Konzerten auf und gaben öffentlichen Unterricht.
Das letzte „Seidenstraße - Festival der ersten Symphonie und Kammermusik“ (2010) fand großes Interesse.



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