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Aserbaidschanische SSR

  


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Nach Auflösung der Volksrepublik Aserbaidschan wurde am 28. April 1920 in Aserbaidschan die sowjetische Führung gegründet. Die Führung des Landes wurde vorübergehend dem Revolutionskomitee übertragen. Diesem Komitee, welches auch die Legislative Gewalt beherrschte, traten die aserbaidschanischen Kommunisten Neriman Nerimanov (Vorsitzender), Aliheyder Garayev, Gezenfer Musabeyov, Hemid Sultanov  u. a. bei, um die Einnahme durch Russland zu vertuschen. Die wahre Führung des Landes oblag dem Zentralkomitee der Kommunistischen (Bolschewistischen) Partei Russlands (AK(b)P MK).
1. Mai 1920 - Das 11. Armeekorps der Roten Armee, welches auch die Regierung auflöste, näherten sich ohne nennenswerten Widerstand in Şamahı und Ağsu der Stadt Gence und nahmen die Stadt nach einem kurzen Gefecht ein.
3. Mai 1920 - Die sowjetische Herrschaft begann sich über ganz Aserbaidschan zu verbreiten. Das vorläufige Revolutionskomitee beschloss die Gründung von Komitees in Ortschaften, Stadtteilen und Dörfern. Die Marine der Bolschewisten zog an der Bucht von Baku Richtung Süden und nahmen Lenkeran und Astara ein. Die wenigen Armee-Einheiten der Volksrepublik blieben in Karabagh und kämpften gegen die Armenier.
5. Mai 1920 - Das vorläufige Revolutionskomitee von Aserbaidschan verabschiedete den Beschluss, die gesamten Grundstücke der Khans, Begs und Stiftungen ohne Entgelt zu enteignen und diese den Bauern zu überlassen.  Nach ein paar Jahren werden diese Böden von den Bauern gewaltsam zurückgenommen und den Kolchosen übergeben (Kollektivwirtschaften).
7. Mai 1920 - Die bolschewistische Regierung von Aserbaidschan fasste den Beschluss, die Bodentruppen und die Marine erneut zu gründen. Während der Umsetzung des Beschlusses wurde auf die Offiziere Druck ausgeübt. Die sowjetisierte Armee von Aserbaidschan führte formell ihre Tätigkeiten bis 1922 fort. Im Dezember des gleichen Jahres wurde diese mit Gründung der UdSSR an die Abteilung Kaukasus der sowjetischen Armee angebunden.
12. Mai 1920 - Das vorläufige Revolutionskomitee von Aserbaidschan beschloss die Gründung von Volksgerichten in der Republik. Zur Bekämpfung der Gegenrevolution wurden Ausnahmekomitees und Hohe Revolutionsgerichte gegründet und Beschlüsse zur Rücknahme von Rängen verabschiedet.
15. Mai 1920 - Das Bildungskommissariat von Aserbaidschan fasste einen Beschluss zur Erklärung der Meinungsfreiheit und die Trennung von religiösen Angelegenheiten vom Staat und der Bildung.
24. Mai 1920 - Durch das vorläufige Revolutionskomitee wurde ein Beschluss zur Verstaatlichung der Erdölindustrie gefasst. Eigentlich wurde die Kontrolle über das Erdöl den Russen zugeteilt. Zu diesem Zweck wurde das Erdölkomitee von Aserbaidschan gegründet. Die Führung des Komitees wurde dem von Lenin beauftragten Aleksandr Serebrovski übergeben. Nach der Erdölindustrie wurde die Wirtschaftsflotte im kaspischen Meer und die im Land tätigen Banken verstaatlicht.
3. Juni 1920 - Die unter der Führung von Nuri Pascha stehenden Armeekorps haben in Zengezur und Karabagh die Stadt Şuşa zurückerobert, welche Widerstand gegen die Bolschewisten leisteten. Danach wurde von der 11. russischen Armee Verstärkung unter dem Befehl von Levandovski geschickt, welche die Stadt am 15. Juni erneut einnahmen. Die nationale Armee musste sich bis zur Ortschaft Cebrayıl zurückziehen. Ende Juni fiel diese Gegend unter die Kontrolle der Bolschewisten. Die Aufstände gegen das Sowjetregime verbreiteten sich bis Ende des Jahres auch in Şemkir, Guba und andere Regionen.
6. Mai 1921 - I. Der sowjetische Rat von Aserbaidschan begann mit ihrer Tätigkeit (6.-19. Mai). Im Rat wurde das erste Grundgesetz der Aserbaidschanischen SSR angenommen. Das vorübergehende Revolutionskomitee und die örtlichen und verarmten Komitees wurden aufgelöst und als hohe Legislative das Zentrale Exekutivkomitee (MİK, erster Vorsitzender: Muhtar Hacıyev) und die örtlichen Sowjets gegründet. Die Verwaltung des zentralen Exekutivkomitees von Aserbaidschan (75 Mitglieder und 25 Kandidaten) war der Ratsvorsitz, an der auch die Führung der Republikanischen Partei (Azerbaycan KP) teilnahm. Im Land wurden 1400 örtliche Sowjets auf dem Land gegründet, die 30 Tausend Mitglieder hatten. Zwischen  1921 und 1937 fand der 9. Rat der aserbaidschanischen Sowjets statt. 1938 wurde diese Institution durch den Obersten Sowjet abgelöst.
2. Juni 1921 - Die erste hohe Bildungsinstitution, welche in Aserbaidschan das pädagogische Personal auswählt, ferner das pädagogische Institut von Aserbaidschan für Männer (später V.I.Lenin Staatliches pädagogische Institut von Aserbaidschan), welches z. Z. als Pädagogische Universität von Aserbaidschan aktiv war, wurden gegründet.
5. Juli 1921 - In der Versammlung des Kaukasusbüros der Russischen Kommunistischen Partei (Bolschewistisch) wurde beschlossen, dass Berg-Karabagh weiterhin an die Aserbaidschanische SSR zugehörig sein soll. Einen Tag vorher wurde am 4. Juli wurde mit Unterstützung von Orconikidze und Kirov im Hohen Rat des kaukasischen Büros beschlossen, Berg-Karabagh an Armenien abzutreten, doch die kommunistische Führung von Aserbaidschan unter der Führung von N.Nerimanov legte Widerspruch gegen diesen Beschluss ein, weshalb dieser Beschluss mit Eingriff des RK(B)P MK aufgehoben wurde. Somit wurde mit Beschluss des kaukasischen Büros der RK(B)P vom 5. Juli beschlossen, dass Berg-Karabagh sich weiterhin unter der Leitung von Aserbaidschan befinden und als zentraler Sitz die Stadt Şuşa erklärt werden soll. Auch wenn die Armenier ihren fundamentalen Zweck nicht erreichen konnten, gewannen sie Unabhängigkeit. 1923 wurde Berg-Karabagh zur Gemeindeverwaltung erklärt.
7. Juli 1923 - Der Exekutivrat der Aserbaidschanischen SSR beschloss, dass in Berg-Karabagh eine Gemeindeverwaltung (DGMV) aufgebaut werden soll. In der Schrift wurde erläutert, dass dieser Beschluss unter den Völkern von Aserbaidschan und Armenien „der Stärkung allgemeiner gegenseitiger Unterstützung“ dienen werde. Dem Urteil zufolge wurde vorgesehen, in der Region von Berg-Karabagh, wo Armenier leben, ein Staat als Teil der Aserbaidschanischen SSR gegründet wird. Der Vorschlag wurde 1921 udrhc das Kaukasus-Büro der RK(B)P angenommen. Auch wenn als zentrale Verwaltung die Stadt Şuşa vorgeschlagen war, wurde im Beschluss des zentralen Exekutivkomitees von Aserbaidschan die Stadt Hankendi als Zentrale der Region anerkannt. Mit Initiative der Armenier wurde die Stadt Hankendi nach einer Weile in Stepanakert umbenannt. Nach Einteilung der administrativen Gebiete wurde die Fläche der DKMV als 4,4 tausend km2 festgestellt.
30. August 1930 - Mit Beschluss des zentralen Exekutivkomitees von Aserbaidschan und dem Volkskommissariat des Sowjets wurde das Land in neue administrative Gebiete eingeteilt. Dem Beschluss zufolge wurden 63 Ortschaften gegründet. Davor gab es im Land 10 Regierungsbezirke (Baku, Gence, Garabağ (Ağdam), Guba, Kürdüstan, Lenkeran, Muğan (Salyan), Şirvan (Göycay), Nuha, Zagatala) und dazugehörige Ortschaften.
7. August 1932 - Mit Beschluss der sowjetischen Regierung über den „Schutz von staatlichen Einrichtungen, die Kolchos und Genossenschaften“ wurden strenge Strafen beschlossen. Dem Beschluss nach würde bei einem einfachen Diebstahl von staatlichem Eigentum mit Hinrichtung, im günstigsten Falle mit 10 Jahren Gefängnisstrafe bestraft. Diese Schrift, die in die sowjetische Geschichte als „Gesetz über die fünf Blumen“ einging, war der Vorreiter für Drucke in der Landwirtschaft in Aserbaidschan.
24. Juni 1938 - In der Aserbaidschanischen SSR fanden Wahlen zum Obersten Sowjet statt. Zum Parlament mit 310 Abgeordneten wurden 107 Arbeiter, 88 Kolchosbauern und 115 Gelehrte gewählt. Unter diesen Parlamentariern befanden sich 72 Frauen. Die kommunistische Partei hielt eigentlich die staatlichen Befugnisse in der Hand. Somit besaß das Oberste Sowjet eigentlich nur formelle Befugnisse.
1938 - Das Oberste Sowjet der Aserbaidschanischen SSR beschloss entgegen den Beschwerden der örtlichen Bevölkerung 200 Hektar Land aus den Regionen Laçın, Gubadlı, Kelbecer und Gazah den Armenische SSR zu übergeben. Somit wurde der Beschluss nicht umgesetzt. Nach 31 Jahren, am 7. Mai 1969 hat Haydar Aliyev die Umsetzung des Beschlusses verhindert, auch wenn der Exekutivkomitee des Obersten Sowjets dies bestätigte.
2. Juni 1938 - Die erste Zivilluftfahrtbehörde von Aserbaidschan wurde gegründet. Die erste Flugschule wurde 1915 in Baku gegründet und 1923 die erste Route zwischen Baku und Tiflis eröffnet. 1933 wurde der erste Flughafen in der Stadt Bine in Betrieb genommen. 1938 begann die erste zivile Gesellschaft mit den Linienflügen.
25. Juni 1987 - Das Plenum des Zentralkomitees der kommunistischen Partei der Sowjetunion fasste einen Beschluss über die „Neustrukturierung“ („Perestroika“). Auch wenn der Generalsekretär Mihail Gorbatschow unter dem Begriff Perestroika vorrangig soziale und wirtschaftliche Reformen gemeint hat, umfasste diese auch politische und ideologische Bereiche. Die Meinungsfreiheit in der Sowjetunion (Aserbaidschan), die Offenheit und die Zeit der nationalen Bewegungen hatte begonnen. Vier Jahre nach Verkündung der „Perestroika-Bewegung“ begann der Zerfall der Sowjetunion.
21. Mai 1988 - Um die Streitigkeiten zwischen Armenien und Aserbaidschan zu schlichten, hat die UdSSR die Regierungen beider Länder umbesetzt. Im Plenum der kommunistischen Partei von Armenien KP MK war der erste Sekretär Karen Demirçyan, in der Partei von Aserbaidschan KP MK Kamran Bağırov beauftragt. Ebdürrehman Vezirov  wurde zum Vorsitzenden der KP MK-Partei von Aserbaidschan gewählt.
18. Juli 1988 - Durch den Ratsvorsitz des Obersten Sowjets der UdSSR wurde eine Versammlung über das Problem Berg-Karabagh abgehalten. An der von M.Gorbatschow geführten Verhandlung nahmen die politische Führung von Aserbaidschan und Armenien und Parlamentarier beider Länder beim Obersten Sowjet der UdSSR teil. Nach spannungsgeladenen Gesprächen wurde der Beschluss des Ratsvorsitzes des Obersten Sowjets der UdSSR „über die Frage von Berg-Karabagh“ akzeptiert. Auch wenn die Bedeutung der Annullierung des Beschlusses des Obersten Sowjets der UdSSR über die Einnahme von Berg-Karabagh dargelegt wurde, hat die Regierung der armenischen SSR diese Initiative nicht beantwortet.
16. Juli 1989 - In Baku wurde eine halb geheime Versammlung der Volksfront von Aserbaidschan abgehalten. Dies war die teilweise Organisation der nationalen Volksbewegung, die mit den Vorfällen zu Berg-Karabach ihren Lauf nahm. Ebülfez Elçibey wurde zum Vorsitz der AHC gewählt. Zum 16-köpfigen Rat der AHC wurden Personen unterschiedlicher Ansichten gewählt und nach kürzester Zeit begannen die Spaltungen innerhalb der Organisation.
19. Mai 1990 - Bei der Versammlung des Obersten Sowjets wurde der Staatspräsident von Aserbaidschan abberufen. Bei der Versammlung wurde der erste Sekretär der KP MK-Partei von Aserbaidschan, Ayaz Mütellibov, zum Staatspräsidenten gewählt. Nachdem M.Gorbatschow, der erste Sekretär der KP MK-Partei der Sowjetunion zum Staatspräsidenten der UdSSR gewählt wurde, begannen auch die Regierungschef der angebundenen Staaten auf die gleiche Art und Weise zu handeln.
21. Mai 1990 - Mit Erlass des Staatspräsidenten wurde am 28. Mai erneut die Unabhängigkeit von Aserbaidschan erklärt.
27. Juni 1991 - Das Oberste Sowjet hat beschlossen, dass Aserbaidschan sich an das „Bund unabhängiger Staaten“ anzuschließen. Die Unterzeichnung des neuen Vereinigungsvertrages aufgrund der „Augustrevolution“ eingefroren.
30. August 1991 - Nach spannungsgeladenen beim Obersten Sowjet wurde der Beschluss über die „Souveränität der Republik Aserbaidschan“ anerkannt. In der Schrift wurde verlautbart, dass die Republik Aserbaidschan die Nachfolgerin der Volksrepublik von 1918 und 1920 ist. Daneben wurde beschlossen, ein Grundgesetz zu entwerfen, um die Grundsteine eines souveränen Staates Aserbaidschan zu legen
8. September 1991 - In Aserbaidschan fanden die ersten Wahlen der Staatspräsidentschaft statt. Die alternativlosen Wahlen wurden von den militärischen Kräften im Land und der Volksfront boykottiert und Ayaz Mütellibov, der erste Sekretär der KP MK-Partei Aserbaidschan, zum Staatspräsidenten gewählt.
Als am 18. Oktober 1991 das Oberste Sowjet von Aserbaidschan die Unabhängigjkeit von Aserbaidschan anerkannt hat, wurde die Aserbaidschanische SSR aufgelöst und der souveräne Staat Republik Aserbaidschan gegründet.
Die ersten Sekretäre des Zentralkomitees der kommunistischen Partei von Aserbaidschan:
1. Sergey Kirov - 24 Juli 1921 — Januar 1925
2. Ruhulla Ahundov - 1925 — 1926
3. Levon Mirzoyan - 21 Januar 1926 — 5 August 1929
4. Nikolay Gikalo- 5 August  1929 — 5 August  1930
5. Vladimir Polonski- 5 August  1930 — Januar 1933
6. Ruben Rubenov-7 Şubat 1933 — 10 Dezember 1933
7. Mircefer Bağırov-15 Dezember 1933 — 6 April 1953
8. Mirteymur Yagubov-6 April 1953 — 12 Februar 1954
9. İmam Mustafayev-16 Februar 1954 — 8 Juli 1959
10. Veli Ahundov- 10 Juli 1959 — 14 Juli 1969
11. Hayda AEliyev-14 Juli 1969 — 3 Dezember 1982
12. Kamran Bağırov-3 Dezember 1982 — 21 Mai 1988
13. Ebdürrehman Vezirov-21 Mai 1988 — 20 Januar 1990
14. Ayaz Mütellibov-25 Januar 1990 — 14 September 1990



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